Als kleines Mädchen kam ich in die Obhut eines Klosters. Der erste Tag in diesen Gemäuern (damals komplett von der Aussenwelt abgeschirmt) sollte sich dauerhaft in mein Gedächtnis prägen. Im Eingangsbereich stand eine Kommode auf dem ein dunkles Püppchen mit grossen Augen sass. Schon damals war ich sicherlich neugierig, denn die Klosterfrau sagte zu mir: "Wenn du eine Münze in den Schlitz des Kästchen steckst, wird diese Puppe sprechen".
Ich suchte in meinen Habseligkeiten eine Münze und steckte diese in den Schlitz. Tatsächlich; die Puppe nickte mit dem Kopf und sagte "Vergelt’s Gott". Die Klosterfrau bemerkte meinen erstaunten Blick, denn sie erklärte mir, dass diese Münzen für hungernde Kinder in den Missionsgebieten des Kongos bestimmt sind.
Dieser Satz liess mich eigentlich niemals so ganz los. Ich engagierte mich immer wieder wo Hilfe nötig war. Als ich dann vor einigen Jahren meine erste Reise durch Afrika, genauer gesagt durch Südafrika machte, entdeckte ich nebst den unglaublich schönen Landschaften, faszinierende Kulturen und Rituale auch die bittere Armut und Not. Ich erfuhr von der grossen Aids-Problematik, der anhaltenden Korruption sowie der Hoffnungslosigkeit. Nachdem sich mein erstes Entsetzen und meine damalige Fassungslosigkeit etwas gelegt hatten, war für mich klar:
Hier muss ich helfen und etwas bewegen!!
Mit jeder weiteren Reise verstärkte sich dann dieses Gefühl. In meinem Reisegepäck befanden sich dann immer häufiger Kinderkleider und ein paar Spielsachen. Es wurden ebenfalls Lebensmittel gekauft und verteilt. Es gibt zwar in diesem Land alles zu kaufen, aber trotzdem unbezahlbar für den Grossteil der dortigen Bevölkerung. Seither erfolgte Hilfe immer direkt und vor Ort, im Rahmen meiner persönlichen finanziellen Möglichkeiten. Leider ist es für mich auf Dauer alleine aber nicht möglich, wirksam und nachhaltig etwas zu erreichen. Freunde und Gleichgesinnte aus Deutschland Österreich und der Schweiz ermutigten mich, an mein Vorhaben zu glauben und ein Projekt zu bilden mit dem ich an die Öffentlichkeit herantreten kann.
So ist die Idee entstanden gemeinsam zu helfen. Meinen Freunden gebührt an dieser Stelle ein besonderer Dank.
Dank auch all jenen Menschen die Handinhand-Afrika bereits finanziell unterstützen.
Herzlich, Lilian / (Gründungsmitglied des Vereins "HAND IN HAND-AFRIKA")